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„Seht ihr den Mond dort stehen?“

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Wer von Ihnen, liebe Großeltern, kennt nicht das Abendlied von Matthias Claudius – Der Mond ist aufgegangen? Ich muss schon sagen, dass ich von klein an beim Anblick des Mondes fasziniert war. Nicht nur Kinder, auch Erwachsene werden vom Mond immer wieder angezogen. Einige Dinge wollen wir uns dieses Mal näher anschauen.

Nicht jeder Planet ist mit einem oder mehreren Monden ausgestattet. Zu unserer Erde gehört bekannter weise ein Mond. Er ist etwa 384400 km von uns entfernt. Das ist eine vergleichbare Strecke 30 mal Berlin – New York.  Das Licht vom Mond zur Erde braucht 1,33 Sekunden. Sein Durchmesser beträgt 3476 km. Mit einer Geschwindigkeit von 1,023 km/s dreht er sich um die Erde. Gegenüber unserer Erde ist er so klein, dass 50 Mondkugeln das Volumen der Erde ergäben. Unsere Erdmasse ist mit 81 Mondkugeln vergleichbar. Weil der Mond um etliches kleiner als die Erde ist, hat das auch Auswirkungen auf die Anziehungskraft. So entsprechen Gewichte auf dem Mond nur 1/6 dessen sie auf der Erde wiegen würden.

Wie entstehen die Mondphasen?

Der Mond dreht sich innerhalb eines Monats einmal um sich selbst und gleichzeitig einmal um unsere Erde. Dabei trifft das Sonnenlicht unterschiedlich auf seine Oberfläche. Steht er östlich der Sonne, befindet er sich in zunehmender Phase und ist am Abendhimmel zu sehen. Steht er dagegen westlich der Sonne, haben wir seine abnehmende Phase und sehen ihn am Morgenhimmel und tagsüber. Befindet er sich auf seiner Bahn gegenüber der Sonne, so sehen wir den Vollmond. Ist er jedoch vor der Sonne, bleibt seine Rückseite unbeleuchtet, wir sehen den Mond nicht und sprechen deshalb von Neumond.

Warum erscheint der Mond mal größer, mal kleiner?

Das die Mondbahn keine Kreisbahn sondern eine elliptische Form hat, ist der Mond der Erde mal etwas näher bzw. entfernter. Infolgedessen sehen wir ihn mal größer und mal kleiner. Außerdem haben wir ein ähnliches Phänomen beim Mondauf- bzw. untergang. Durch die Lichtbrechung in den stärkeren Atmosphäreschichten hat es den Effekt einer Lupe. So geht der Vollmond im Osten zuweilen superdick auf und nimmt dann im Laufe des Abends wieder seine „normale“ Größe ein.

Weshalb kann man oft bei schmaler Mondsichel den Umriss des gesamten Mondes sehen?

Dieser Effekt – aschgraues Mondlicht genannt – entsteht dadurch, dass von der Erde reflektiertes Sonnenlicht auf den unbeleuchteten Teil des Mondes fällt. Es handelt sich also um eine indirekte Beleuchtung, ein Effekt, der bei größerer Mondphase nachlässt und schließlich aufhört.

Wie hell leuchtet der Mond?

Zunächst eine Klarstellung: Der Mond leuchtet selbst nicht, er reflektiert das Sonnenlicht. Seine Helligkeit ist von der jeweiligen Mondphase abhängig. Deshalb ist die Mondbeobachtung mit dem Feldstecher oder einem Teleskop in den ersten oder den letzten Phasen am besten. Bei Vollmond sollte man beim Gebrauch von optischen Geräten unbedingt die Augen vor der Helligkeit schützen! Der Mond ist 30000 mal heller als der Sirius, der hellste Stern. Seine Lichtstärke ist etwa ¼ Lux. Das ist der Halbmillionste Teil der Sonnenhelligkeit. Der Mond strahlt 1/14 der der von der Sonne empfangenen Lichtmenge auf die Erdoberfläche, was man Albedo nennt. Seine Wärmewirkung entspricht der einer Kerze aus 15 Metern Entfernung.

Liebe Großeltern, ich hoffe Ihnen einige interessante Fakten weiter gegeben zu haben. So können Sie mit Ihren Enkeln in den kommenden Sommerabenden (Sommerbeginn am 21.6. 2022) interessante Mondbeobachtungen unternehmen. Ich wünsche Ihnen eine gemeinsame spannende Zeit. Da es noch einige mehr von unserem Erdtrabanten zu berichten gibt, erfahren Sie demnächst hier meine Ergänzungen.

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