Liebe Großeltern, kennen Sie auch noch das Spiel, wo man mit den Kochlöffel um den Kopf des Mitspielers streicht und den Vers dabei aufsagt? Nach dem Umkreisen des Kopfes musste der Löffel an den nächsten Mitspieler weiter gegeben werden. Entscheidend war dabei, mit welcher Hand das geschah. Es musste z.B. immer die rechte Hand sein. Gewinner war, wer das exakt genau beobachtete und dann nachmachte. Um Beobachtung soll es auch heute wieder gehen.

In diesem Beitrag möchte ich die begonnene Ausführung über unseren „Erdtrabanten“ Mond fortsetzen.

Wie kommt es, das im Winter der Vollmond sehr hoch am Himmel zu sehen ist, im Sommer dagegen nur tief kulminiert?

Bekanntermaßen steht der Vollmond genau gegenüber der Sonne. Weil die Wintersonne sehr tief über dem Horizont erscheint, muss folglich der Mond sehr hoch über dem Horizont erscheinen. Im Sommer, bei hohem Sonnenstand kommt der Mond niedrig über dem Horizont heraus. Bei Frühlings- und Herbstanfang, zur Tages- und Nachtgleiche, haben Sonne und Vollmond die gleiche Höhe am Horizont.

Hat der Mond Einfluss aufs Wetter?

Meteorologen und Astronomen verneinen das eindeutig. Er hat Einfluss auf Ebbe und Flut, aufgrund seiner Anziehungskraft. Mehr aber nicht.

Warum hat der Mond manchmal einen Hof?

Diese Erscheinung nennt man Halo. Sie entsteht, wenn in der Erdatmosphäre kleine Eiskristalle vorhanden sind. Dort wird dann das Mondlicht gebrochen oder gespiegelt. Diese ringförmigen Gebilde können sogar farbig sein. Auch bei flüssigen Wolkenelementen (z.B. Regenwolken) kann das Licht gebeugt werden. Das führt oft zur Schlussfolgerung, dass demnächst Regen kommt. Die Wolken sind schon da aber noch nicht ganz aufgefüllt. Übrigens auch bei der Sonne kann es zu solchen Haloerscheinungen kommen. Man kann z.B. eine Nebensonne erkennen oder eine Gegensonne. Beachten Sie bitte: Nie mit ungeschützten Augen den Blick zur Sonne haben!!!

Kommt es häufiger zu Sonnen- oder Mondfinsternissen?

Im Durchschnitt finden innerhalb von zehn Jahren  15 Mondfinsternisse und 24 Sonnenfinsternisse statt. Dabei handelt es sich um totale und partielle. Mondfinsternisse nehmen wir aber häufiger wahr, da Sonnenfinsternisse nur auf einem begrenzten Teil der Erde sichtbar sind. Manche sind auf der Südhalbkugel oder auf den Weltmeeren beobachtbar.

Warum spricht man von Meeren und Ozeanen auf dem Mond?

Diese Namen gehen aufs Altertum zurück. Für Pythagoras (580 – 496 v.Chr.) war der Mond „eine Erde gleich der unsrigen“. Aristoteles (384 – 322 v.Chr.) glaubte, das der Mond eine glatte Oberfläche habe, auf der sich die irdischen Meere und Kontinente widerspiegelten. Galileo Galilei, der 1609 als erster Forscher ein Fernrohr zur Verfügung hatte, entdeckte dort Krater, Berge, Täler und Schluchten. Giovanni Battista Riccioli um 1600 führte für die dunklen Flächen auf dem Mond die Bezeichnung Mare ein. Man glaubte an die Existenz von großen Wasserflächen. Erst im 18. Jahrhundert setzte sich die Erkenntnis durch, dass es sich bei den Maren um trockene Ebenen auf dem Mond handele. Die Mondmissionen seit 1959 durch die UdSSR und seit 1968 bemannte durch die USA, haben das nur bestätigt und viele Erkenntnisse über unseren Mond gebracht.

Erkenntnisse aus den Mondmissionen

Vier möchte ich an dieser Stelle erwähnen. Einen Meter unter der Mondoberfläche hat man bereits -21° C gemessen. Schwache aber häufige Mondbeben gibt es, wenn der Mond sich in Erdnähe befindet. Obwohl der Mond einen hohen Eisenghalt hat, ist sein Magnetfeld kaum nennenswert. Eisen vom Mond rostet nicht. Auch unter besten Laborbedingungen geht es keine Verbindung mit Sauerstoff ein.

Liebe Großeltern, ich hoffe Ihnen auch dieses Mal wieder interessante Dinge präsentiert zu haben. Nehmen Sie die Enkel dazu, um mal wieder den Mond zu beobachten. Dabei können Sie manche bekannte und „neue“ Erkenntnis einfließen lassen. Viel Spaß dabei miteinander. Da ich noch weites Interessante weitergeben kann, wird es demnächst noch einen dritten Teil geben.