Liebe Großeltern, heute am 20.3.2022 haben wir den kalendarischen Frühlingsanfang. Aufgrund der Neigung der Erdachse um 23,5 Grad, und nicht wegen der Entfernung der Erde zur Sonne, erleben wir zweimal im Jahr die Tag- und Nachtgleiche. Einmal im Herbst und einmal im Frühjahr haben wir es 12 Stunden hell und 12 Stunden dunkel. Zu diesem Zeitpunkt steht die Sonne genau über dem Äquator.

In der Schule hatten wir noch gelernt, und vielleicht auch noch Ihre Enkel, dass das genau am 21. März der Fall ist. Seit 2012 ist es aber bereits der 20.3. und das wird in den nächsten Jahren weiterhin so sein. Warum ist das so? Die Schaltjahre verschieben die Jahreszeiten.

Die Erde umrundet die Sonne in 365 Tagen, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden, das nennt man auch tropisches Jahr. Um das kalendermäßig zu regeln, gibt es seit dem 15.Oktober 1582 den gregorianischen Kalender. Danach wurde das Jahr mit 365 Tagen gerechnet und alle 4 Jahre – dem Schaltjahr – kam ein zusätzlicher Tag dazu. Allerdings sind das noch etwa 44 Minuten zuviel, so dass alle 100 Jahre kein Schaltjahr gerechnet wird, außer denen, die durch 400 teilbar sind. So war das Jahr 1600 und das Jahr 2000 ein Schaltjahr. Unser Kalender ist aber trotzdem noch „zu schnell“. So findet im Jahr 2048  der Frühlingsanfang bereits am 19. März statt. Deshalb wird das Jahr 2100 kein Schaltjahr sein, damit ist im Jahr 2102 Frühlingsbeginn wieder am 21.März.